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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

§1 Anbieter und Geltungsbereich 

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über Coaching-, Beratungs- und Entwicklungsbegleitungsleistungen, die über die Website, per E-Mail, telefonisch oder auf sonstigem Wege mit

NextGen Coach GmbH, Schloßhof 7, D-82229 Seefeld, info@next-gen-coach.com, Tel. +49 8152 982 53 11

(im Folgenden „Anbieter“) abgeschlossen werden.

(2) Vertragspartner können ausschließlich volljährige Personen sein. Minderjährige können Leistungsempfänger sein, wenn die Buchung durch eine gesetzlich vertretungsberechtigte Person erfolgt.

(3) Diese AGB gelten gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für Unternehmen, Schulen, Institutionen, Förder- oder Zukunftspartner gelten gesonderte Vereinbarungen, sofern nicht ausdrücklich auf diese AGB Bezug genommen wird.

(4) Abweichende Bedingungen der Kund*innen gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

§2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Dienstleistungen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot dar.

(2) Mit Abschluss der Online-Buchung, Absenden einer verbindlichen Anfrage oder Annahme eines Angebots gibt die Kundin / der Kunde ein verbindliches Vertragsangebot ab.

(3) Der Vertrag kommt mit Versand der Buchungsbestätigung per E-Mail, mit Annahme des Angebots oder mit Beginn der Leistungserbringung zustande.

§3 Art der Dienstleistungen, Leistungsgrenzen und Mitwirkung 

(1) Die angebotenen Leistungen sind Coaching-, Beratungs- und Entwicklungsbegleitungsleistungen. Sie dienen der persönlichen, familiären, schulischen oder beruflichen Orientierung und Entwicklung.

(2) Die Leistungen stellen keine medizinische, psychotherapeutische, psychiatrische, heilkundliche oder kriseninterventionelle Behandlung dar und ersetzen diese nicht.

(3) Der Anbieter stellt keine Diagnosen, führt keine Heilbehandlung durch und übernimmt keine Aufgaben einer Jugendhilfeeinrichtung, eines Jugendamts, einer Schule, einer Klinik, einer psychotherapeutischen Praxis oder eines Krisendienstes.

(4) Ein bestimmter Erfolg wird nicht geschuldet; Coaching und Beratung beruhen auf einem aktiven Mitwirken der teilnehmenden Personen. Aussagen, Einschätzungen, Analysen oder eingesetzte Test- bzw. Reflexionsverfahren dienen der persönlichen Orientierung und Entwicklung. Sie stellen keine verbindlichen Prognosen oder Garantien hinsichtlich schulischer, beruflicher oder persönlicher Entwicklungen dar.

(5) Der Anbieter kann die Aufnahme, Fortsetzung oder Durchführung einer Leistung ablehnen, unterbrechen oder beenden, wenn nach fachlicher Einschätzung eine therapeutische, medizinische, psychiatrische, jugendhilferechtliche oder sonstige externe Unterstützung vorrangig erforderlich erscheint.

§4 Online-Coachings / Videokonferenzen / Kommunikation

(1) Organisatorische Kommunikation kann über E-Mail, Telefon sowie die vom Anbieter bereitgestellten digitalen Kommunikations- und Videodienste erfolgen. Kund*innen ist bekannt, dass bei der Nutzung digitaler Kommunikationswege technische Einschränkungen oder kurzfristige Ausfälle nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

(2) Online-Coachings erfolgen in der Regel über die vom Anbieter freigegebenen Videokonferenzsysteme, insbesondere KMeet oder vergleichbare NGC-Systeme.

(3) Kund*innen sind selbst verantwortlich für eine stabile Internetverbindung, geeignete technische Ausstattung (Kamera, Mikrofon) und eine ungestörte Teilnahmeumgebung.

(4) Aus technischen Gründen nicht durchführbare Termine, die im Verantwortungsbereich der Kund*innen liegen, gelten als wahrgenommen.

(5) Für minderjährige Leistungsempfänger gilt: Die Kommunikation zwischen Coach und Minderjährigen erfolgt ausschließlich über vom Anbieter freigegebene Kommunikationskanäle. Private Messenger, WhatsApp, SMS, Signal, Telegram, Social-Media-Direktnachrichten, private E-Mail-Adressen und private Telefonnummern sind ausgeschlossen.

(6) Kommunikation außerhalb regulärer Sitzungen ist nur zulässig, wenn das gebuchte Paket diese Option ausdrücklich vorsieht und die gesetzlichen Vertreter entsprechend informiert wurden bzw. zugestimmt haben.

§4a Aufzeichnungen 

(1) Audio- oder Videoaufzeichnungen von Coaching- oder Beratungssitzungen sind nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung aller Beteiligten zulässig.

(2) Bei Minderjährigen ist zusätzlich die vorherige schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Die minderjährige Person ist altersangemessen über Zweck und Umfang der Aufzeichnung zu informieren.

(3) Der Zweck der Aufzeichnung, die Speicherdauer, der Zugriffskreis und die Löschung sind vorab transparent mitzuteilen.

(4) Eigene Aufzeichnungen durch Kund*innen, Eltern, Minderjährige oder Coaches ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung des Anbieters und aller Beteiligten sind nicht zulässig.

(5) Der Anbieter fertigt selbst nur dann Aufzeichnungen an, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

§5 Dienstleistungen für Minderjährige  

(1) Bei Buchungen für Minderjährige versichert die buchende Person, volljährig und gesetzlich vertretungsberechtigt zu sein.

(2) Besteht gemeinsames Sorgerecht, versichert die buchende Person, dass die Zustimmung des Weiteren Sorgeberechtigten vorliegt, soweit diese erforderlich ist. Bestehen Zweifel oder abweichende gerichtliche Regelungen, ist der Anbieter vor Vertragsschluss zu informieren.

(3) Die buchende Person bleibt alleinige Vertragspartnerin bzw. alleiniger Vertragspartner und trägt die Verantwortung für die Teilnahme der minderjährigen Person(en), die Einhaltung der Termine und sämtliche Zahlungspflichten.

(4) Die Teilnahme Minderjähriger setzt voraus, dass die minderjährige Person altersangemessen informiert wird und zur Teilnahme bereit ist. Coaching gegen den erkennbaren Willen der minderjährigen Person findet nicht statt.

(5) Eine allgemeine Aufsichtspflicht übernimmt der Anbieter nicht. Eine Aufsicht besteht nur innerhalb des konkret vereinbarten Leistungsrahmens. Bei Online-Terminen bleiben die gesetzlichen Vertreter für die häusliche Umgebung und Erreichbarkeit verantwortlich. Bei Präsenzveranstaltungen gelten ergänzende Teilnahmebedingungen.

(6) Inhalte einzelner Coaching- oder Beratungsgespräche mit Minderjährigen werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Eltern erhalten grundsätzlich keinen regulären Zugriff auf konkrete Gesprächsinhalte, persönliche Reflexionen, Prozesskommunikation oder wörtliche Aussagen des minderjährigen Kindes.

(7) Eltern können allgemeine Rückmeldungen zum Prozess, zu Themenfeldern, zur organisatorischen Durchführung und zu allgemeinen Entwicklungstendenzen erhalten, soweit dies mit dem Schutzraum des minderjährigen Kindes vereinbar ist.

(8) Die Vertraulichkeit endet, soweit gewichtige Schutzinteressen, gesetzliche Pflichten oder erhebliche Gefährdungslagen entgegenstehen. Dies gilt insbesondere bei Anhaltspunkten für Selbstgefährdung, Fremdgefährdung, Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, akute psychische Krisen oder sonstige erhebliche Schutzgefährdungen.

(9) In solchen Fällen ist der Anbieter berechtigt und, soweit erforderlich, verpflichtet, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen und gesetzliche Vertreter, Notfallkontakte, Rettungsdienste, ärztliche, therapeutische, jugendhilferechtliche oder sonst zuständige Stellen einzubeziehen. Bei familiärer Gefährdung erfolgt eine Einbeziehung der Eltern nicht automatisch, sondern nach fachlicher Schutzabwägung.

(10) Der Anbieter bietet keine Notfall-, Krisen- oder 24/7-Erreichbarkeit. Bei akuten Krisen sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet, unverzüglich geeignete Notfallstellen, ärztliche Hilfe, Krisendienste oder den Notruf zu kontaktieren.

§5a Safeguarding, professionelle Grenzen und Schutzstandards 

(1) Der Anbieter arbeitet mit Minderjährigen auf Grundlage besonderer Schutz- und Qualitätsstandards. Diese umfassen insbesondere professionelle Distanz, transparente Settings, klare Kommunikationswege, Beschwerdemöglichkeiten und definierte Eskalationswege.

(2) Coaching mit Minderjährigen findet ausschließlich in professionell vertretbaren, transparenten und organisatorisch nachvollziehbaren Settings statt. Private Wohnräume, informelle Privatsettings und intransparente Einzelsettings sind ausgeschlossen, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich anders und professionell vertretbar geregelt.

(3) Alleinige Fahrten von Coaches oder sonstigen NGC-Personen mit Minderjährigen sind ausgeschlossen. An- und Abreise liegen grundsätzlich in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

(4) Private Bindungen, Geschenke, finanzielle Zuwendungen, private Gefälligkeiten, private Social-Media-Kontakte oder private Kommunikation zwischen Coach und Minderjährigen sind ausgeschlossen.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, aus Qualitäts-, Schutz-, Verfügbarkeits- oder Passungsgründen Coach-Einsätze zu ändern, einzuschränken, auszusetzen oder zu beenden.

§5b Diagnostik, Reflexionsverfahren und Datenschutz bei Minderjährigen 

(1) Soweit im Rahmen der Leistungen Test-, Diagnose-, Reflexions- oder Orientierungsverfahren eingesetzt werden, dienen diese ausschließlich der persönlichen Orientierung, Selbstreflexion und Entwicklungsbegleitung.

(2) Sie stellen keine medizinische, klinische, psychotherapeutische oder schulpsychologische Diagnostik dar.

(3) Personenbezogene Daten Minderjähriger, Daten der Sorgeberechtigten, Kommunikationsdaten, Zahlungsdaten, Coaching-Prozessdaten und safeguarding-relevante Dokumentationen werden ausschließlich nach Maßgabe der geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet.

(4) Eine Weitergabe personenbezogener Coachinginhalte, Diagnostikdaten oder Entwicklungsdaten an Dritte, insbesondere an Unternehmen, Sponsoren, Zukunftspartner, Mentoren oder Schulen, erfolgt nicht ohne gesonderte Rechtsgrundlage oder Einwilligung.

§6 Familien- und Mehrpersonentermine

(1) Bei Buchungen für mehrere Personen, z. B. Eltern-Kind- oder Familiencoachings, schließt die buchende Person den Vertrag für alle teilnehmenden Personen.

(2) Preis-, Storno- und Zahlungsbedingungen gelten für den gesamten Termin, unabhängig von der tatsächlichen Anwesenheit einzelner Teilnehmender.

(3) Bei Mehrpersonenterminen gelten die Vertraulichkeitsregeln sinngemäß. Der Anbieter kann vorab klären, welche Inhalte gemeinsam besprochen werden und welche vertraulich bleiben.

§7 Preise und Zahlung 

(1) Alle Preise verstehen sich in Euro inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer, sofern nicht anders angegeben.

(2) Die Zahlung erfolgt bei Online-Buchung über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd.

(3) Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über Stripe. Der Anbieter erhält keinen Zugriff auf vollständige Zahlungsdaten.

(4) Es gelten ergänzend die Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen von Stripe.

§8 Stornierung von Terminen / Ausfallhonorar 

(1) Termine können bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei storniert oder verschoben werden.

(2) Bei einer Stornierung 48 bis 25 Stunden vor dem Termin werden 50 % des vereinbarten Honorars berechnet. Bei einer Stornierung weniger als 25 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen wird 100 % des Honorars fällig.

(3) Maßgeblich ist der gebuchte Termin, nicht die tatsächliche Teilnahme.

(4) Den Kund*innen bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

(5) Bei Minderjährigen können nachgewiesene Krankheit, akute familiäre Notfälle, schulisch zwingende Gründe oder safeguarding-relevante Situationen nach billigem Ermessen berücksichtigt werden.

(6) Für Pakete, Programme und Kontingente können ergänzende Laufzeit-, Nachhol- und Stornierungsregelungen gelten.

§9 Widerrufsrecht

Verbraucher*innen steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten regelt die Widerrufsbelehrung.

§10 Haftung 

(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den vorhersehbaren Schaden.

(3) Der Anbieter haftet nicht für das Ausbleiben bestimmter persönlicher, schulischer, beruflicher, gesundheitlicher oder familiärer Entwicklungen oder Entscheidungen.

(4) Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt.

(5) Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.

§11 Durchführung durch Coaches / Coachwechsel

(1) Leistungen können durch qualifizierte Coaches erbracht werden, die im Auftrag, im Arbeitsverhältnis oder im Netzwerk des Anbieters tätig sind.

(2) Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, besteht kein Anspruch auf Durchführung durch eine bestimmte Coach-Person.

(3) Der Anbieter behält sich vor, bei organisatorischen, fachlichen, qualitativen, Verfügbarkeits-, Passungs- oder Safeguarding-Gründen eine andere Coach-Person einzusetzen, soweit dies für Kund*innen zumutbar ist.

(4) Bei Minderjährigen ist der Anbieter berechtigt, einen Coachwechsel oder die Aussetzung eines Coach-Einsatzes auch kurzfristig vorzunehmen, wenn dies aus Schutz-, Qualitäts- oder Passungsgründen erforderlich erscheint.

§12 Laufzeiten, Pakete und Inaktivität 

(1) Coaching-Pakete und Termin-Kontingente sind innerhalb der jeweils vereinbarten Laufzeit zu nutzen. Ist keine Laufzeit vereinbart, beträgt die Gültigkeit sechs Monate ab Vertragsschluss.

(2) Erfolgt über einen Zeitraum von mehr als acht Wochen keine Terminvereinbarung oder Rückmeldung durch die Kund*innen, kann der Anbieter per E-Mail zur Terminvereinbarung innerhalb einer angemessenen Nachfrist auffordern.

(3) Erfolgt auch innerhalb der gesetzten Nachfrist keine Rückmeldung, kann der Anbieter offene Leistungen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und unter Berücksichtigung berechtigter Interessen der Kund*innen schließen oder als verfallen behandeln.

(4) Krankheit, nachgewiesene Verhinderung oder andere wichtige Gründe können nach billigem Ermessen berücksichtigt werden.

§13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht.

(2) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

(3) Änderungen oder Ergänzungen individueller Vereinbarungen bedürfen der Textform, sofern gesetzlich nicht eine strengere Form vorgeschrieben ist.

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